Vorzeitiger Aufstieg gelungen - SV Blau-Weiß Alstedde Tennis e.V.

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Vorzeitiger Aufstieg gelungen

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Vorzeitiger Aufstieg gelungen
Schon am vorletzten Spieltag gelingt unseren Herren 30 der Aufstieg in die Ruhr-Lippe Liga.
Wenn es weh tut, ist es am schönsten. Eine Textzeile von Lana Del Rey aus ihrem Album „Ultraviolence“.
Diese Erfahrung dürften unsere Herren 30 bei ihrem Auswärtssieg  beim TC Bockum-Hövel auch gemacht haben.
Bei hochsommerlichen Temperaturen kämpfte sich das Team um Christian Wulff zu einem 6:3 Erfolg. Dabei waren gleich 4 der 6 Einzel hart umkämpft und wurden erst im dritten Satz entschieden. Allesamt zu unseren Gunsten. Dies lässt erahnen, mit welchem Einsatz jeder Einzelne an diesem Tag das große Ziel des Aufstiegs verfolgt hat. Es zeigt aber auch den Spirit, der sich in den letzten drei Jahren in dieser Truppe breitgemacht hat. Alle Akteure wurden bis zum letzten Ballwechsel durch die Unterstützung der Anderen zum Sieg getragen. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle für den zusätzlichen Support durch Thorsten Leuschner und André Trillmann (Pos. 6 Herrn 30), wie bei den Spielerfrauen, die uns ebenfalls tatkräftig zur Seite standen.
Die ersten drei Einzel bestritten: Andi Behr an Pos. 2, Achim Krümmer Pos. 4 und Philipp Grünewald an Pos. 6.
Am letzten Spieltag war Andi noch „Man oft the match“, indem er durch eine herausragende kämpferische Leistung ein schon fast verloren geglaubtes Spiel drehen und am Ende als verdienter Sieger vom Platz gehen konnte.
An diesem Spieltag setzte er sich in seiner Begegnung problemlos mit 6:0 im ersten und 6:4 im zweiten Satz gegen Sven Fabig durch. Hiermit sorgte er für den ersten wichtigen Punkt des Tages. Andi war seinem Gegner in allen Belangen überlegen und ging dank einer konzentrierten Vorstellung als erster Sieger des Tages vom Platz.
Ganz anders verlief es parallel auf den Plätzen 2 und 3.


 
Achim Krümmer hatte es mit dem um 2 LK höher eingestuften Sven Kocker zu tun. Während es Achim in den bisherigen Mannschaftseinzeln immer wieder gelang, seinen Gegnern das eigene Spiel aufzuzwingen und über lange Grundlinienduelle zum Erfolg zu gelangen, war es an diesem Spieltag notwendig, die wenigen Möglichkeiten, die sich ihm boten, zu nutzen. Es viel ihm schwer, seinem Gegner die Initiative zu überlassen und auf dessen Fehler zu warten. Sven Kocker war auf möglichst kurze Ballwechsel aus und verfolgte sein Ziel, entweder über einen gewinnbringenden Return, oder einen punktvorbereitenden platzierten Kick-Aufschlag im eigenen Servicespiel zu punkten. Den ersten Satz konnte Achim noch für sich entscheiden, da das risikoreiche Spiel seines Gegners häufig zu fehlerhaft war. Das änderte sich zusehends in Satz 2. Hier wurden Achims spielerische Grenzen deutlich, so dass es am Ende nicht verwunderte, dass der zweite Satz deutlich mit 6:2 verloren ging. In eine aktive Spielgestaltung fand Achim auch leider im dritten Satz nicht hinein. Lediglich durch das intensive Coaching seiner Mannschaftskameraden konnte er seine positive Grundeinstellung zurückgewinnen. In der Folge war es ihm möglich, sich bei den wenigen bietenden Chancen kämpferisch zu zeigen und die wichtigen Ballwechsel für sich zu entscheiden. So hieß es am Ende, nach einer mental kräftezehrenden Begegnung 7:5 für BWA im Entscheidungssatz. Ein Ergebnis, das ohne den intensiven Support durch Mannschaft und Mitgereiste nicht zustande gekommen wär. Dafür an dieser Stelle nochmal der Dank an Alle.
Der an Nr. 6 aufspielende Philipp Grünewald hatte es mit dem um 4 LK höher eingestuften Björn Fabig zu tun. Philipp konnte den ersten Satz ausgeglichen gestalten. Am Ende fehlte ihm jedoch in den entscheidenden Schlüsselszenen das Quäntchen Glück. Er verlor mit 5:7. Leider zeigte sein Gegner auch im zweiten Durchgang keinerlei Schwächen, so dass es für Philipp nicht mehr möglich war, das Spiel zu drehen. 1:6 hieß es dann auch im zweiten Satz. Bei einem Gegner mit dieser Sicherheit und Spielstärke war es letztendlich nicht verwunderlich, dass in dieser Partie der erste Punkt an Bockum-Hövel ging.
Die folgenden Einzel bestritten an Pos. 1 Christian Wulff, an Pos. 3 Christian Zwiener und Stephan Lange an Pos. 5. Alle drei Matches gingen über die volle Distanz.
Stephans Spiel war darüber hinaus bis zum letzten Ballwechsel hochdramatisch, weil das Momentum mehrfach wechselte und beide Kontrahenten zum Ende mit Krämpfen zu kämpfen hatten. Aus verschiedenen Gründen bestritt unser Stephan das Spiel des Tages. Dazu später mehr.
Während man in dieser Saison mehrfach ungefährdete und scheinbar mühelose Siege der beiden Christians geboten bekam, konnte man an diesem Spieltag nicht vom Selbstläufer oder dem glatten Durchmarsch sprechen. Christian Wulff hatte es an Pos. 1 mit Olaf Hesseler zu tun, der zwei Plätze vor Christian steht und in der LK-Tabelle auf 9 gelistet ist. Christian spielte gegen einen Gegner, der ihn aufgrund seiner druckvollen Vorhand des Öfteren in die Defensive drängte. Es entstanden Spielsituationen, die für unseren Kapitän in dieser Spielzeit ungewohnt sein mussten. Christian ist es gewohnt, dem Gegner sein druckvolles Spiel aufzuzwingen und verfügte bis Dato über genügend spielerische Reserven, um seine Begegnungen sicher gewinnen zu können. Sein Gegner an diesem Wochenende verfügte ebenfalls über sehr sichere Grundschläge und war jederzeit in der Lage, seine gewinnbringenden Vorhand Topspins oder einen Netzangriff nach guter Vorbereitung auszuspielen. Aufgrund der technischen Stärke beider Spieler, bot diese Partie den Zuschauern eine Vielzahl erstklassiger Ballwechsel. Nachdem Christian den ersten Satz verdient gewinnen konnte, änderte sich das Blatt im zweiten, so dass sein Gegner über große Willensstärke gerade die wichtigeren Ballwechsel für sich entscheiden konnte. Nach einem verlorenen Satz im zweiten Durchgang musste auch in diesem Spiel der dritte Satz entscheiden. Hier konnten die Zuschauer eine Vielzahl hochklassiger Ballwechsel verfolgen, bei denen unser Spieler meist das bessere Ende für sich hatte. Beim Spielstand von 4:3 ließ Christians Körpersprache keinen Zweifel mehr darüber, wer diesen Platz am Ende als Sieger verlassen würde. Er brachte noch ein letztes Mal sein eigenes Service durch und konnte seinen Gegner nochmals zum Matchgewinn breaken. Ein weiterer wichtiger Punkt war geholt. Der Zwischenstand lautete 3:1 für uns.
 
Unsere Nr. 3, Christian Zwiener, musste an diesem Tag erstmals seit Juni 2016 einen dritten Satz für unsere Mannschaft bestreiten. Schon im ersten Satz konnte Christian eine schnelle Führung nicht nutzen, so dass diese mehrfach wechselte, bevor ihm am Ende ein knappes 7:5 gegen seinen Gegner, Marcel Baumgärtel, gelang. Wer jedoch geglaubt hatte, dass sich Christian mit dem Satzgewinn „freigespielt“ haben könnte, sah sich getäuscht. Sein Spiel wurde fahrig und es gelang ihm in der Folge immer seltener, sein druckvolles Spiel fehlerfrei „runterzuspielen“ – wie man es in der Regel von ihm gewohnt ist. Er verliert den zweiten Satz deutlich mit 6:2. Auch bei ihm ging´s in den dritten Satz. Eine chronische Fußverletzung, die ihm nach den Ballwechseln deutlich anzumerken war, trug nicht dazu bei, dass ein erfolgreicher Abschluss seines Einzels am Ende noch erfolgen sollte. Christian schafft es jedoch, den dritten Satz mit einer deutlichen Leistungssteigerung zu bestreiten, so dass ein 6:2 den Alsteddern an diesem Tag den vierten von fünf notwendigen Punkten beschert.


 
Alles konzentriert sich nun auf Stephan, der es seinerseits mit Marc Weinandy zu tun hatte. Ein Spieler, der mit einer LK 14 gar 4 Leistungsklassen vor Stephan eingestuft ist. Dieses Spiel hatte es wirklich in sich. Stephan musste ebenfalls über drei Sätze gehen und stand dabei über drei Stunden mit seinem Kontrahenten auf dem Platz. Hierbei schenkte man sich nichts. Ausschließlich lange Ballwechsel zwischen zwei Spielern, die von den Fehlern des Gegners leben und beide in der Lage sind, läuferisch alles zu geben. Hier trafen zwei aufeinander, die ihr Ziel fest vor Augen hatten und spätestens am Ende des zweiten Satzes über ihre körperlichen Reserven hinausgehen mussten. Stephan verlor den ersten Satz sehr knapp mit 6:7 im Tiebreak, um sich nach vielfachem Führungswechsel in den Tiebreak des zweiten Satzes zu retten. Hier spielte er überragend stabil und legte nicht nur durch das klare Ergebnis des Tiebreaks (7:1) den Grundstein für seine mentale Überlegenheit über den gesamten Verlauf des letzten Satzes. Selbst Krämpfe beider Spieler führten nicht zur Vorzeitigen Beendigung durch Aufgabe einer der beiden. Auch wenn wir Alstedder bis zum letzten Punkt um Stephans Sieg fürchten mussten, schaffte er es am Ende durch sein riesiges Kämpferherz, diesen alles entscheidenden letzten Punkt für die Mannschaft zu holen. Unser Tagessieger hieß Stephan. Er setzte den I-Punkt auf eine Saison, die nicht besser hätte verlaufen können. Er öffnete die Tür für die Ruhr-Lippe Liga, in der man sich in der nächsten Saison hoffentlich wieder mit einer Lüner Mannschaft duellieren darf.
Da die Doppel für unseren Sieg und den damit verbundenen Aufstieg keine Rolle mehr spielten, werden diese hier nicht mehr erwähnt. Nur so viel: Die Herren des TC BWA gewannen an diesem Spieltag 6:3 in Bockum-Hövel.
Abschließend möchten wir uns für die schöne Willkommensparade an unserer Anlage bedanken. Hätten wir mit solch einem Maß an Anerkennung und Aufmerksamkeit gerechnet – wir wären nicht nur geduscht erschienen. Das war ganz groß!
Achim Kruemmer
 
 
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